Einsatz und Nutzen von Supervision bei Mobbing

Coaching und Supervision bei Mobbing

Das erste Mal wurde das Phänomen Mobbing in der deutschen Literatur im Jahr 1993 von Prof. Heinz Leymann umfassend beschrieben. Seitdem wird sich in der Literatur immer häufiger mit dem Thema Mobbing beschäftigt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Problematik in der Praxis immer mehr zunimmt. Etwa jeder neunte Arbeitnehmer wird mindestens einmal in seinem Berufsleben gemobbt [Vergleiche Meschkutat, B./Stackelbeck, M./Langenhoff, G. (2002), S.127]. Daher wird kontinuierlich nach neuen Lösungswegen gesucht, die zur Vorbeugung oder zum Beenden eines Mobbing-Prozesses genutzt werden können. Ein vielversprechender Ansatz darunter ist die Supervision.

Behandelte Themenbereiche in diesem Artikel

Projektstudienarbeit

Im Rahmen einer Projektstudienarbeit habe ich mich intensiv mit dem Thema „Einsatz und Nutzen von Supervision bei Mobbing“ auseinandergesetzt. Neben vielen Informationen über Mobbing und Supervision beschreibe ich in dieser Arbeit auch das supervisorische Vorgehen bei Mobbing anhand einer Fallgeschichte. Im letzten Kapitel gehe ich auf den Nutzen und die Nachteile des Supervisionsprozesses näher ein.

Mobbing

Im ersten Teil dieser Arbeit wurde auf das Thema Mobbing eingegangen, wobei es zunächst um die Begriffsbestimmung ging. Weiterhin wurden die unterschiedlichen Richtungen und Bereiche genauso wie die Handlungen und Ursachen von Mobbing beschrieben. Da viele Mobbing-Betroffene nicht wissen, wie Mobbing rechtlich definiert ist, wurde die Definition des Landesarbeitsgerichts Thüringen vorgestellt. Weiterhin wurde der Mobbing-Prozess in vier Phasen eingeteilt, um damit besser den Verlauf ver­stehen zu können. Neben den Auswirkungen, bspw. auf die Gesundheit der Betroffenen und den Kosten für die Gesellschaft, sowie der Häufigkeit von Mobbing wurde abschließend herausgearbeitet, dass es keine direkte „Mobbing-Persönlichkeit“ gibt.

Supervision

Der zweite Teil der Arbeit war dem Thema Supervision gewidmet. Der Begriff, die Ziele und der Nutzen wurden dargelegt und ergänzt durch die Auflistung von Konflikttypen, bei denen Supervision besonders zielführend ist. Da es beim Supervisionsprozess verschiedene Settings gibt, wurden bezugnehmend auf die folgende Falldarstellung das Einzelsetting und das Gruppensetting näher beschrieben.

Coaching und Supervision bei Mobbing

Supervisorisches Vorgehen bei Mobbing anhand einer Fallgeschichte

Um den Supervisionsprozess besser verstehen zu können, erfolgte im nächsten Kapitel die Veranschaulichung mit Hilfe einer Fallgeschichte. Nach der Erläuterung des Falls wurde geprüft, dass es sich tatsächlich um Mobbing handelt, welche Mobbinghandlungen auffindbar sind und in welcher der vier Phasen des Mobbing sich die Betroffene befindet. Im Anschluss daran erfolgte die detaillierte Beschreibung der möglichen Vorgehensweise im Rahmen einer systemischen Supervision (Einzelsetting) und einer mediationsanalogen Supervision (Gruppensetting).

Praktische Anwendung von Supervision bei Mobbing

Einen essentiellen Teil der Arbeit stellte die Beschreibung einer möglichen Anwendung von Supervision bei Mobbingopfern in der Praxis dar. Die Beleuchtung von allgemeinen Einsatzmöglichkeiten und Nutzen ergab, dass Supervision ein geeignetes und vielversprechendes Werkzeug ist, um Mobbingkonflikte zu lösen, berufliche Situationen zu reflektieren und Veränderungsprozesse und Herausforderungen zu begleiten. Weiterhin wurde festgestellt, dass Supervision eine solide Methode zur Prävention von Mobbing ist. Supervision kann also zur Schadensverhütung, Schadensbegrenzung und Schadensrevision eingesetzt werden.

Risikofaktoren in einem Supervisionsprozess

Ferner erfolgte die Darstellung der Risikofaktoren in einem Supervisionsprozess. Kritisch sind hier unter anderem die Neutralität und Professionalität des Supervisors sowie die Zusammenstellung einer geeigneten Supervisionsgruppe bei einem Gruppensetting. Bezüglich letzterem Problem kann ein Einzelsetting die geeignetere Alternative sein, wobei der Supervisor die Aufgabe der Reflexion übernimmt und bei der Lösungsfindung unterstützt.

Zielgruppen für Supervision bei Mobbingfällen

Im Anschluss daran wurden die Zielgruppen von Supervision bei Mobbing vorgestellt, wobei sowohl das berufliche als auch das schulische Umfeld besonders relevant sind. Wenn es gelingt, Kindern und Jugendlichen bereits in frühester Zeit mit konstruktiven Konfliktlösungsmöglichkeiten wie der Supervision bekannt zu machen, sollte die Problematik Mobbing auch im späteren beruflichen Umfeld abnehmen.

Bekanntmachung der Beratungsmöglichkeit Supervision bei Mobbing

Der letzte Abschnitt war der Frage gewidmet, wie das Konzept Supervision bei Mobbing bekannt gemacht und angeboten werden kann. Hier sollte auf Anlaufstellen aus dem öffentlichen, betrieblichen und schulischen Umfeld zugegangen werden, welche durch die Natur ihrer Tätigkeit mit Mobbing in Kontakt kommen. Dadurch kann gegebenenfalls direkter Zugang zu Mobbingopfern gewonnen werden. Im Rahmen von bspw. Aushängen, Vorträgen oder Projekten kann weiterhin über den Nutzen von Supervision bei Mobbing informiert werden. Letztendlich können Supervisoren auch direkt über ihre Homepages oder bspw. bei Messen Betroffene ansprechen.

Fazit

Damit Supervision als wirkungsvolle Methode bei und gegen Mobbing noch bekannter und auch anerkannter wird, sollten weitere theoretische Abhandlungen verfasst und auch praktische Untersuchungen (Studien) in diesem Bereich durchgeführt werden. Weiterhin könnte der Fokus auf Supervision bei speziellen Mobbing-Formen wie das Cybermobbing gelegt werden, bei welchem das Internet und Mobiltelefone zu systematischen und diskriminierenden Angriffen genutzt werden.

Mobbing heißt so lange drangsalieren und bedrängen, bis der andere sich gedrängt fühlt, seinen Platz zu räumen – notgedrungen.© Gerhard Uhlenbruck (*1929), deutscher Immunbiologe und Aphoristiker Quelle: Uhlenbruck, Widersprüche zum Widersprechen, © Ralf Reglin Verlag, Köln 2009

Literaturempfehlung

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Wenn aus Kollegen Feinde werden…Der Ratgeber zum Umgang mit Mobbing

Bei Interesse an der Projektstudienarbeit senden Sie mir bitte eine Email an folgende Adresse: kontakt@supervision-nake.de.

Ergänzend zur Supervision biete ich bei Mobbing auch Hypnose an. Mit dieser Methode kann beispielsweise Ihr Selbstwertgefühl wieder stabilisiert werden.

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Telefon Festnetz: 0351 8749 1870 oder Handy: 0176 5511 7213

Wenn es Ihnen nicht möglich sein sollte, zu mir nach Dresden in meine Praxis zu kommen, könnte mein Angebot der Telefonberatung für Sie von Interesse sein.

Oder senden Sie mir bitte eine Email an folgende Adresse: kontakt@supervision-nake.de.

Autor: Kathrin Nake
Thema: Einsatz und Nutzen von Supervision bei Mobbing

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